Goldberg365_132_27.Jul.2016

Raum, den es nun zu schaffen gilt, hier in der Weite des offenen Platzes zwischen den Kulturinstitutionen. Entfernt der Klang der Variationen, Aria, … .

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SERIE          : GOLDBERG 365

 

Nummer         : 365_132

 Datum          : 27.07. 2016

 Uhrzeit Beginn : 16.46

 Uhrzeit Ende   : 17.31

 Dauer          : 50 Min.

 Land           : Österreich

 Ort/ Stadt/    : Wien

 Adresse             : Musikvereinsplatz

 Geoposition    : 48°12’2.82″N      16°22’20.83″E

 Fassung        : Glenn Gould

 Sound via      :  Mini Speaker

 Partner/

Kollaborationen: —

 Wetter         : sonnig / Wolken

 Temperatur     : 26 ºC

 Stichworte     : Mozartkartenverkäufer,Tropfschutz-Zonen

          Streaming      : Periscope 3 live,   replay

 Zeugen        : 12 Freunde v.Helga Köcher, 2 Passantinnen

               Touristen,2 Mozartkonzertkartenverkäufer

 Raummarker: Stephanie Rauch

 

 Imperiale Umgebung. Ringstrasse at its best. Edition 132 ist Helga Köcher zum 75. Geburtstag gewidmet. Sie hat den Ort gewählt. Ein gutes Dutzend Freunde und Bekannte sind gekommen – ich habe also die seltene Situation einer Performance mit Kunstpublikum. Dieses kreiert bald einmal eine Art Front, entlang des Musikvereins und verwendet die von Malern aufgeklebten Tropfschutz- Zonen als Sitz-Zonen. Ich gebe den kleinen Speaker und das die Musik spielende Phone ab, ebenso wie das streamende Phone.

Die Diagonale , angedeutet durch den Marker. Langsam. Hebt sich der Arm. Die Hand zeigt auf die Ecke des Künstlerhauses. Der Weg zu ersten Drehung.

Der Boden,

Kniend auf dem Marker, kippend, die Beine schräg auswärtsgestellt, geknickt, gebeugt.

Kopf berührt den Marker, Knie hebt sich. Arm fliesst hoch, hinter den Rücken, welche Landschaft es Körpers zwischen diesen Häusern? Die Bäume auf dem Dach des Imperial, Blic von unten. Himmelwärts. Diese Wolke ist mir ein Rätsel, mit dem ich mich verbinden möchte. Schrammt über die Dachkante des Künstlerhauses. Eine Frau nimmt Platz, nimmt sich Zeit, sitzt, schaut auf der Türschwelle. Der junge auf dem Skateboard mit Strohhut rollt im Bogen um mich herum, ich folge ihm ein paar Schritte, breche ab, drehe mich abrupt um 90 Grad. Die Sonne brennt nun, alledings weniger auf mich, ich tanze am Schatten, weitergehen, aber mein Publikum sitzt nun in der Hitze.

Grosser Kreis, ich laufe, so schnell ich kann, knapp an Passanten vorbei, eine Runde, zwei grosse Runden. Raum. Meiner. Möglicherweise.

Kleine Drehbewegungen der Hand aus dem Gelenk, während ich auf einer schmalen, in den Boden eingelassenen Linie gehe. Die Bewegung nimmt der italienisch anmutende Mozart-Konzert-Kartenverkäufer auf, macht sich lustig darüber, ruft, lacht, ich lache zurück. Später sitzt er mit seinem Kollegen, der ein Kostüm und Perücke trägt im Schatten und beobachtet.

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