Goldberg365_135_30_ Jul_2016

 Der Körper als Landschaft in der urbanen Landschaft. Der Platz hinter dem Andromedatower liegt verlassen. Die Sonne spiegelt von der sich hoch türmenden Fassade herunter. Ich orientiere mich an der Erfahrung der Somatic Dances. Atme. Atmen.

Atmen. Atmen. Atmen.

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SERIE          : GOLDBERG 365

 

Nummer         : 365_135

 Datum          : 30.07. 2016

 Uhrzeit Beginn : 14.24

 Uhrzeit Ende   : 15.13

 Dauer          : 49 Min.

 Land           : Österreich

 Ort/ Stadt/    : Wien

 Adresse             : Andromeda Tower

 Geoposition    : 48°13’59.51″N          16°24’48.28″E

 Fassung        : Glenn Gould

 Sound via      : Sony Mini Speaker

 Partner/

Kollaborationen: —

 Wetter         : sonnig,

 Temperatur     : 28 ºC

 Stichworte     : Atmen, Somatic Dance, Beruhigung

          Streaming      : Periscope 101 live,   4 replay

 Zeugen        : Gärtner, Sportler

 Raummarker: Stephanie Rauch

 

Die Schwere einsickern lassen. Die Bewältigung von Mikrodistanzen zur Aufgabe machen. Ein verdörrtes, abgegessenes Apfelghäuse direkt vor meinem Gesicht, welches sich nun nahe am Boden befindet. Eine gewisse Scheuh vor dem grob asphaltierten Grund. Den körper überlassen, dem Gewicht, der Unterlage. Noch bleibt Steifheit.

 

Atmen. Atmen. Atmen.

 

Stimmen verhallen im allseitig abgegrenzten Raum. In einem Stockwerk Verkehr, Motorräder, ein Auto. Fernes Lachen.

 

Ein mechanisches Geräusch. Langsame Drehung des Kopfes. Hinter dem orangefarbenen VW Bus hat sich ein automatisches Tor geöffnet. Rollen auf Boden. Schieben von Objekten auf Metall. Es sind Blumentöpfe, die auf die Ladefläche des Busses verbracht werden. Die köpfe überragen die seitliche Wand. Der ladende ist um Diskretion bemüht. Kein einziges Mal sehe ich ihn blicken. Behutsam und trotzdem zügig verrichtet er seine Arbeit. Er trägt kurze, beigegraue Hosen und ein schwarzes Shirt. Nachdem er das Regal wieder zurückgerollt hat schwingt er sich , noch während das automatische Tor sich schliesst in die Kabine, schaltet die Zündung ein, legt den Rückwärtsgang ein und verschiebt den Wagen nach hinten. Nachdem er um die Kurve gebogen ist, wechselt er den Gang, gibt Gas und ist auch schon um die Ecke aus dem Gesichtsfeld gefahren.

Zum Abschluss mobile Kamera und Dialog. „Es beruhigt mich immer, wenn ich das ansehe“ textet jemand. Ich freue mich, da es offenbar Kontinuitäten gibt.

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