Goldberg365_163_27.Aug.2016

Hitze. Wenig Verkehr an diesem Samstagnachmittag in der Nähe der Zollfreilager zwischen Carouge und Etoile. Ein schmales Band von Schatten, sich langsam weitend über Zeit. Minimale Bewegungen. Wissen, wo der Rücken ist, wo die Arme sind, blind spots.

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SERIE          : GOLDBERG 365

 

Nummer         : 365_163

 Datum          : 27.08. 2016

 Uhrzeit Beginn : 14.29

 Uhrzeit Ende   : 15.12

 Dauer          : 43 Min.

 Land           : Schweiz

 Ort/ Stadt/    : Genève Carouge

 Adresse        : Routes des juenes

 Geoposition    : 46°11’36.81″N  6° 7’40.59″E

 Fassung        : Glen Gould

 Sound via : Kopfhörer

 Partner/

Kollaborationen: —

 Wetter         : sonnig

 Temperatur : 32 ºC

 Stichworte     : Blindspot, Security Fahrzeug

          Streaming      : Periscope — live, — replay

 Zeugen        : Autofahrer, Radfahrer

 Raummarker: Stephanie Rauch

 

Auf der Suche nach Blindspots im Körper. Verlangsamung, Details, minimalste Verschiebungen, die Betonwand als Partner. Referenz. Dieser Körper weiss nicht. Ich möchte diesen Körper wissen lassen. Security Fahrzeug, Elektrofahrrad, Mororrad. Ampel rot, Ampel orange, Ampel Grün. Windstösse, angenehm kühl. Das Gebäude gegenüber möchte gemietet werden. Die Fenster leer. Rechts Vorhänge im Wind. Weiter rechts Flaggen im Wind. Links Bäume im Wind. Mächtige Bewegung. Hinter dem Hochhaus am Horizont türmt sich ein Kumulus höher als das Gebäude, Hund, Drache, Hexenmeister, Schwanz fliegt weg, Turm fällt zusammen , verblasen, geschmolzen, fernes Meer, ferner Schaum, keine überbordende Welle. Kein Mitreissen.

Trotzdem ringen um Höhe, höher als die Krone der Rolex Icon an ein Gebäude geheftet, Himmel. Hoch. Himmel. Reich.reich. reicher. Ausreichend. Autos. Immer wieder Autos. Buntes Blech, bunter Plastik. Fein getaktet. Zögenrnde Blicke. Da steht einer. Steht umsonst. Umsonst aber nicht vergeblich? Hebt langsam die Hand. Das Heben der Hand ist der Inhalt, ist die Frage, nicht das Zeichen. Falsch lesen, falsche Fährten, Falschinterpretation. Hitze. Heisser Nachmittag. Wer würde hier stehen? Keiner, nur einer.

Linker Arm, schwacher Arm, Distanz zur Wand verringern, langsam belasten, Oberkörper schief, Oberkörper korrigiert. Nicht wissen. Vakuum, Rückführung, Findung. Atmung. Hineinatmen. Tief Atmen. Dort wo Schmerzen liegen. In verwaiste Räume, in unbewusste Räume. Steht und spielt mit Armen und Wand. Wind. Zum Glück Wind.

Langsam schieben die Schatten der Stahlkonstruktion nach links. In Richtung des Gebäude-Ausschnittes, in welchem Kumuli als Wellenschaum hineintaumeln. Ich taumele nicht, mein Blick misst die Distanzen, die Höhen und Tiefen, Mikrobewegungen, des Nackens, der Augen. Dieser Kopf ist mein Kopf. Welche Zeit? Hier?

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