Goldberg365_238_10.Nov.2016

Fünf Stufen.

Schwungvoll laufe ich hoch, lasse mich durch das Gewicht wieder hinunter fallen, nehme den Schwung und springe. Erinnerungen an Treppenlaufen in der Kindheit. Unbeschwert.

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SERIE: GOLDBERG 365

 

Nummer: 365_238

 Datum: 10.11. 2016

 Uhrzeit Beginn : 13.41

 Uhrzeit Ende: 14.25

 Dauer: 44 Min.

 Land : Österreich

 Ort/Stadt : Wien

 Adresse :rechte Wienzeile

 Geoposition : 48°11’57.19″N    16°21’56.52″E

 Fassung : Glenn Gould

 Sound via : Phone

 Partner/

Kollaborationen:

 Wetter : bewölkt

 Temperatur : 07 Grad C

 Stichworte : Öl,Wein,Oliven,Loch

 Streaming : 1, 07 replay

 Zeugen: PassantInnen

 Raummarker: Stephanie Rauch

 

Etwas verloren liegt das alte Haus unterhalb des Strassenniveaus. Die Wohnungen sind renoviert und zur Vermietung ausgeschrieben. Allerdings bislang vergeblich. Der Charme der Marktnähe, hier war auch einmal ein Geschäft, das mit griechischen Proddukten wie Öl, Wein und Oliven handelte, ist weg. Der Naschmarkt hier vorne in sich gekehrt.

Schwungvoll laufe ich hoch, lasse mich durch das Gewicht wieder hinunter fallen, nehme den Schwung und springe. Erinnerungen an Treppenlaufen in der Kindheit. Unbeschwert.

Schwungvoll laufe ich hoch, lasse mich durch das Gewicht wieder hinunter fallen, nehme den Schwung und springe. Erinnerungen an Treppenlaufen in der Kindheit. Unbeschwert.

Schwungvoll laufe ich hoch, lasse mich durch das Gewicht wieder hinunter fallen, nehme den Schwung und springe. Erinnerungen an Treppenlaufen in der Kindheit. Unbeschwert.

Schwungvoll laufe ich hoch, lasse mich durch das Gewicht wieder hinunter fallen, nehme den Schwung und springe. Erinnerungen an Treppenlaufen in der Kindheit. Unbeschwert.

Bin ich der dritte schräge Vogel hier, neben den zwei anderen, die silberfarben mit schwarzen Konturen auf die leicht vorstehenden Mauern der seitlich anschliessenden Häuser gesprüht sind?

Grosses Wolkentheater am Himmel, zwischenzeitig Sonne, welche die gegenüberliegende Häuserzeile in weissliches Licht taucht. Von Westen naht eine dunkle Wetterwand.

„Was hat dich in dieses Loch getrieben“, fragt freundlich eine Frau, die ich kennen sollte, aber erst nicht einordnen kann. „ Eine Performance“ antworte ich. „Wie?“ Sagt sie, „Du bist die Performance?“ – „ja“, entgegne ich, was sie mit einem hastigen „Aha“, quittiert. Daraufhin geht sie schnell weiter.

„Expand your limits“ entdecke ich oben auf der Wand, wo das Dach beginnt. Die Frage des Formates, denke ich, pausenlos bewege ich mich die fünf Stufen auf und ab. Die zeitliche Klammer der Goldbergvariationen ist eigentlich ein Theaterformat, das für diese öffentlichen Räume nur bedingt geeignet ist. Allerdings ist es ein Format, dass ich in meinen Alltag gerade noch einbauen kann – in der prekären zeitlichen und monetären Ökonomie in der ich mich bewege. Part- time Performer. Stiege rauf, Stiege runter.

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